22. Februar: Heizölpreise üben zum Aschermittwoch keine Umkehr
22.02.2012 — Während die Notierungen für Brent-Öl den bekannten Weg nach oben fortsetzten, gab US-Leichtöl (WTI) leicht nach. Teuer bleiben beide Sorten: Brent wurde zu 122 Dollar je Barrel gehandelt, WTI lag bei 106 Dollar, prallte dann aber zunächst zurück. Unverändert blieb dagegen das Verhältnis zwischen Euro und Dollar.
LEIPZIG. (Ceto) Während die Notierungen für Brent-Öl den bekannten Weg nach oben fortsetzten, gab US-Leichtöl (WTI) leicht nach. Teuer bleiben beide Sorten: Brent wurde zu 122 Dollar je Barrel gehandelt, WTI lag bei 106 Dollar, prallte dann aber zunächst zurück. Unverändert blieb dagegen das Verhältnis zwischen Euro und Dollar.
Analysten rechnen mit einer Vergrößerung des Preisunterschieds zwischen den beiden Leitsorten. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die anstehenden US-Bestandsdaten von höheren Vorräten in den Vereinigten Staaten künden. Das sollte für Druck auf die WTI-Notierungen sorgen. Keine Entspannung ist jedoch bei Brent in Sicht, dessen Preisbildung maßgeblich von der Iran-Problematik beeinflusst wird. Neben den gescheiterten Atomgesprächen führen die Commerzbank-Rohstoffexperten ins Feld, dass China, Indien und Japan ihre Ölimporte aus dem Iran um mindestens 10 Prozent reduzieren wollen – und diese Nachfrage müsse nun anderweitig befriedigt werden.
WO-News-Analyst Hans R. Walk sieht derweil trotz der jüngsten Kursspitzen Abwärtspotenzial. „Auffallend aber die seit dem Beginn der deutlichen Abwärtsbewegungen ab 7. Februar tendenziell fallenden Börsenumsätze. Wird eine Aufwärtsbewegung nicht durch gleichzeitig steigende Umsätze getragen, steht sie auf wackeligen Beinen“, begründet der Charttechniker. Neue Entwicklungen im Iran könnten dem aber einen Strich durch Rechnung machen.
Indes haben die Verbraucher am Aschermittwoch nicht nur mit Rekord-Benzinpreisen zu kämpfen. Die hohen Rohölnotierungen sorgen einmal mehr für steigende Heizöl-Bezugskosten. Zwar bleibt das Jahreshoch unangetastet, dennoch schlägt der Heizölkauf mit 94,08 Euro pro Liter (gesamt: 3.000 Liter) zu Buche. Die Werte der Vorjahre fallen allesamt niedriger aus:
Preis HEL 3.000 Liter am 22.02.2011 82,46 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 22.02.2010 63,64 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 22.02.2009 48,41 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 22.02.2008 75,71 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 22.02.2007 54,01 €.
Charttechnik und Iran: Rohöl legt deutlich zu
22.02.2012 — Der Rohölpreis ist weiter kräftig nach oben marschiert. Im Frühhandel kostete Nordseeöl (Brent) fast 122 Dollar, US-Leichtöl (WTI) über 106 Dollar. Das sind jeweils fast 2 Dollar mehr als die gestrigen Tagestiefstwerte. Auf den Devisenmärkten änderte sich dagegen wenig.
LEIPZIG. (Ceto) Der Rohölpreis ist weiter kräftig nach oben marschiert. Im Frühhandel kostete Nordseeöl (Brent) fast 122 Dollar, US-Leichtöl (WTI) über 106 Dollar. Das sind jeweils fast 2 Dollar mehr als die gestrigen Tagestiefstwerte. Auf den Devisenmärkten änderte sich dagegen wenig.
Analysten zufolge zogen die Notierungen infolge stabiler charttechnischer Widerstände an. Diese konnten gestern nicht durchbrochen werden, sodass es zu einer Gegenreaktion gekommen sei. Auf der anderen kommen keine guten Nachrichten aus dem Iran: Ein internationales Atom-Inspektorenteam musste seinen Einsatz in dem Land erfolglos beenden. Unter anderem wurde ihm der Zugang zu einer militärischen Anlage verwehrt, die im Verdacht steht, mit dem den Iranern unterstellten Atomwaffenprogramm im Zusammenhang zu stehen. Zwar war von westlicher Seite mit keinem Durchbruch gerechnet worden, dennoch steigert dieses Ergebnis die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Konflikt zuspitzt und womöglich im Krieg endet. Anleger greifen diese Nachrichten auf und steigern die Risikoprämie auf Ölpapiere. Immerhin: Einige Charttechniker sehen den Markt aktuell als überkauft an. Ein entscheidender Impuls könnte so zu starkem Abwärtsdruck führen.
Aufgrund der deutlichen höheren Rohölpreise müssen Verbraucher hierzulande die Geldbörse weit öffnen. Es ist ebenso mit spürbar höheren Heizölpreisen zu rechnen.
Ölkartell legt neue Zahlen vor
22.02.2012 — Der Entwicklung an den Rohstoffbörsen folgend, ist OPEC-Öl im Wochendurchschnitt teurer geworden. Wie die Organisation erdölexportierender Länder in Wien mitteilte, stieg der von ihr erfasste Wochenkorbpreis von 115,19 US-Dollar auf 117,70 US-Dollar.
WIEN. (Ceto) Der Entwicklung an den Rohstoffbörsen folgend, ist OPEC-Öl im Wochendurchschnitt teurer geworden. Wie die Organisation erdölexportierender Länder in Wien mitteilte, stieg der von ihr erfasste Wochenkorbpreis von 115,19 US-Dollar auf 117,70 US-Dollar. Der bisherige Monatsdurchschnitt für Februar beträgt nunmehr 115,45 Dollar nach 111,76 Dollar im Januar. Die momentanen Werte liegen weiter deutlich über denen des Jahres 2011, als OPEC-Öl im Durchschnitt 107,46 Dollar kostete.
Der Wochenkorb enthält folgende Sorten: Saharan Blend (Algerien), Girassol (Angola), Oriente (Ecuador), Iran Heavy (Iran), Basra Light (Irak), Kuwait Export (Kuwait), Es Sider (Libyen), Bonny Light (Nigeria), Qatar Marine (Katar), Arab Light (Saudi Arabien), Murban (Vereinigte Arabische Emirate) and Merey (Venezuela).
21. Januar: Heizöl etwas günstiger, Chartanalyst sieht Umkehrsignal
21.02.2012 — Die Ölpreise an den Rohstoffbörsen NYMEX und ICE haben sich bis zum Nachmittag gegenläufig entwickelt, ohne jedoch große Dynamik aufzunehmen. Während Nordseeöl (Brent) etwas anzog und um die 120 Dollar kostete, tendierte US-Leichtöl (WTI) eher gen 104 als 105 Dollar.
LEIPZIG. (Ceto) Die Ölpreise an den Rohstoffbörsen NYMEX und ICE haben sich bis zum Nachmittag gegenläufig entwickelt, ohne jedoch große Dynamik aufzunehmen. Während Nordseeöl (Brent) etwas anzog und um die 120 Dollar kostete, tendierte US-Leichtöl (WTI) eher gen 104 als 105 Dollar.
Geht es nach WO-News-Analyst Hans R. Walk, setzt sich diese Tendenz fort. „Für die Öl- und Aktienmärkte verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur“, meint der Schweizer. An den US-Aktienmärkten zeichne sich ein Umkehrsignal ab, „welches seit Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 80 Prozent eine Kurskorrektur ausgelöst hat.“
Diesen Optimismus teilen die Marktbeobachter der Commerzbank nur bedingt. „Wie die Daten der ICE gestern zeigten, ist auch der Preisanstieg bei Brent aktuell stark von spekulativen Finanzinvestoren getrieben“, so die Experten in ihrer aktuellen Einschätzung. Angesichts der derzeitigen Nachrichtenlage sei aber nicht zu erwarten, dass die spekulativen Finanzanleger ihre Long-Positionen im großen Stil reduzierten und damit die Preise unter Druck setzten.
Hoch oder runter: Getriebener dieser Entwicklungen ist stets der hiesige Heizölpreis. Für heute ermittelte die bundesweite Erhebung von Brennstoffspiegel + Mineralölrundschau einen Durchschnittswert von 93,89 Euro – gültig für die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL. Das sind 50 Cent weniger als am Montag. Damit liegt der bisherige Monatsdurchschnitt bei 92,79 Euro – der höchste Wert seit Juli 2008, als Heizöl im Schnitt 94,66 Euro kostete, so die Brennstoffspiegel-Preisdatenbank.
Rohölpreise geben nur leicht nach
21.02.2012 — Die Rohölpreise präsentieren sich weiter fest, wenn sie auch im Vergleich zu ihren gestrigen Tageshochs leicht an Boden verloren. Im Frühhandel kostete Nordseeöl (Brent) knapp unter 120 Dollar pro Barrel, US-Leichtöl (WTI) notierte bei fast 105 Dollar. Der Euro konnte nach dem Treffen der EU-Finanzminister, das Griechenland neues Geld brachte, etwas zulegen.
LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise präsentieren sich weiter fest, wenn sie auch im Vergleich zu ihren gestrigen Tageshochs leicht an Boden verloren. Im Frühhandel kostete Nordseeöl (Brent) knapp unter 120 Dollar pro Barrel, US-Leichtöl (WTI) notierte bei fast 105 Dollar. Der Euro konnte nach dem Treffen der EU-Finanzminister, das Griechenland neues Geld brachte, etwas zulegen. Insgesamt hält die Kriegsgefahr um den Iran die Ölpreise weiter oben. Es bleibt abzuwarten, ob relativierende Worte wie die eines IEA-Offiziellen bei den spekulativen Anlegern Gehör finden. Einem Bericht des Branchendienstes Futures Services zufolge äußerte sich Didier Houssin optimistisch, dass Europa den Stopp der iranischen Öllieferungen bewältigen kann. „Es gebe ausreichend alternative Anbieter, auf die europäische Importeure bereits jetzt vermehrt zurückgreifen. Zudem werde der Rohölbedarf in den kommenden Monaten ohnehin zurückgehen, wenn die Raffinerien ihre saisonalen Wartungsarbeiten durchführen“, zitiert das Portal den IEA-Mann. Für den hiesigen Heizölmarkt ist indes mit leicht rückläufigen Bezugskosten zu rechnen. Das ist auf die etwas rückläufigen Ölpreise und den gestärkten Euro zurückzuführen.
Brüssel: EU kann 4,5 Jahre ohne iranisches Öl auskommen
21.02.2012 — Die Europäische Union kann nach Angaben in Brüssel viereinhalb Jahre ohne iranisches Öl auskommen. „Selbst ohne Exporteure, die für den Iran einspringen, reicht unser Öl für viereinhalb Jahre", sagte EU-Kommissionssprecherin Marlene Holzner am Montag in Brüssel. Am 23. Januar hatten die Außenminister sowie Staats- bzw. Regierungschefs der 27 EU-Länder ein Embargo für den Import von iranischem Öl verhängt.
BRÜSSEL. (RIA Novosti) Die Europäische Union kann nach Angaben in Brüssel viereinhalb Jahre ohne iranisches Öl auskommen. „Selbst ohne Exporteure, die für den Iran einspringen, reicht unser Öl für viereinhalb Jahre", sagte EU-Kommissionssprecherin Marlene Holzner am Montag in Brüssel. Am 23. Januar hatten die Außenminister sowie Staats- bzw. Regierungschefs der 27 EU-Länder ein Embargo für den Import von iranischem Öl verhängt.
Holzner zufolge muss jedes EU-Land laut Gesetz eine Notreserve für mindestens 90 Tage haben. Momentan reichten solche Ölreserven für 120 Tage aus. Den Anteil von iranischem Öl an den gesamten Öleinfuhren der EU schätzte die Sprecherin auf 5,8 Prozent. Am stärksten seien Griechenland, Italien und Spanien durch das Embargo betroffen.
Dabei konnte Holzner die Ölreserven in Griechenland nicht genau nennen. "Griechische Unternehmen verhandeln jetzt mit anderen Lieferanten. Im Notfall wird Athen Öl aus anderen europäischen Ländern erhalten", versicherte die EU-Kommissionssprecherin.
